Einige Vorteile für den Einsatz von Plant Liqu iT

Die Klasse „Schrittkette“

Plant Liqu iT erweitert Plant Direct iT um die Möglichkeit, komplette prozesstechnische Abläufe in Schrittketten abzubilden. Jede Schrittkette ist ihrerseits Instanz einer Klasse und bezüglich der definierten Schritte, der Funktionalität innerhalb dieser Schritte und deren Transitionen (Verzweigungen und Weiterschaltbedingungen) vollständig parametrierbar. Bei der Projektierung der schrittinternen Funktionalität wird auf bereits definierte Objekte (z. B. Ventile, Messstellen), insbesondere aber auf die prozessorientierte Klasse OCM (Object Control Matrix), zurückgegriffen.

Speziell auf die Getränkeindustrie abgestimmte und zu Plant Liqu iT gehörende Klassen (z. B. FIFO für die Hantierung von Warteschlangen und automatischen Tankwechseln) runden die Grundfunktionalität von Plant Liqu iT ab und erlauben die Parametrierung kompletter Prozessabläufe.

Jede Schrittkette kann über den eigenen Bediendialog detailliert überwacht und bei Bedarf auch gesteuert werden. Eine Online-Sicht auf die Transitionen jedes Schrittes erlaubt eine umfassende Diagnose und den direkten Eingriff in den Ablauf des Prozesses. Alle relevanten Ereignisse und Daten einschließlich eventueller Eingriffe werden aufgezeichnet und stehen anschließend in einem detaillierten Schrittprotokoll für nachträgliche Prüfung und zu Dokumentationszwecken zur Verfügung.

Eine leistungsfähige Kettenübersicht bietet im laufenden Betrieb jederzeit einen genauen Überblick über alle Abläufe in der Anlage und deren momentanen Status. Im Fall einer Unregelmäßigkeit kann aus dieser Übersicht heraus auf direktem Weg in den Prozess eingegriffen werden.

Erstellung von Grundrezepten durch Kombination von Prozeduren und Parametersätzen

Rezeptursteuerung

Speziell in Anlagen, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte und Halbfabrikate unter Verwendung gleicher oder ähnlicher Prozessabläufe hergestellt werden, bietet Plant Liqu iT spezielle Funktionalität für rezepturgesteuerte Prozesse basierend auf einem vereinfachten prozeduralen Modell. Prozessabläufe werden in Form von Prozeduren beschrieben, die aus einer oder mehreren Teilprozeduren bestehen und diese umfassen ihrerseits eine oder mehrere Operationen.

Jede Teilprozedur entspricht einer Instanz der Klasse "Schrittkette", die für diese Instanz definierten Schritte den Operationen. Durch Kombination einer solchen Prozedur mit verschiedenen Parametersätzen gleicher Struktur lassen sich Grundrezepte erzeugen, z. B. zur Herstellung verschiedener Produkte nach dem gleichen Verfahren. Das System unterscheidet zwischen Rezept- und Equipmentparametern. Für die Rezeptparameter stehen verschiedene Ersetzungsmethoden zur Wahl, die für jeden Parameter separat festlegen, ob er bezogen auf ein Rezept als Konstante zu behandeln ist oder z. B. beim Start eines Prozessablaufs individuell festgelegt werden kann. Equipmentparameter beschreiben technische Eigenschaften der Anlage und werden daher grundsätzlich als Konstante behandelt.

Nutzung eines Equipment-Moduls für Temperaturführung in einem Fermenter durch eine Schrittkette

Wegesteuerung (Routing)

Die bei Mehrprodukt-Anlagen mit Netzstruktur in der Regel aufwendige Abbildung verschiedener, zum Teil produktabhängig zu wählender Wege wird unter Plant Liqu iT vollständig parametrierbar. Dies führt zu erheblichen Erleichterungen im laufenden Betrieb, aber auch bei der Anpassung des Systems im Rahmen von Umbauten, Erweiterungen oder Verfahrensanpassungen. Ein spezielles Equipment-Modul, das REM (Route Equipment Module), ermöglicht in Verbindung mit OCM-Objekten die Parametrierung einer vollautomatischen Wegesteuerung. Die Schrittkette spricht eine variable Anzahl von REM-Objekten an, die ihr entweder statisch (rein anlagentechnisch bedingte Wege) oder dynamisch (quell-, ziel- oder produktabhängige Wege) zugewiesen werden können. Jedes REM spricht abhängig von zu benutzenden Teilwegen oder Anlagenteilen wiederum statisch oder dynamisch zugewiesene OCMs an, welche die ihnen zugeordneten Aktoren und Sensoren kontrollieren.

Die Tanklagerverwaltung

Speziell für die Abbildung von Prozessen mit einer hohen Zahl von Quell-/Zielkombinationen bietet Plant Liqu iT mit dem Tanklager-Wizard und der Tanklager-Übersicht zwei leistungsfähige Werkzeuge zum Umgang mit Tanklagern an. Der Tanklager-Wizard stellt eine Parametrierhilfe dar, mit der komplexe Tanklager einschließlich der zulässigen Wegekombinationen und Verriegelungen parametriert werden können. Anpassungen im Fall von Erweiterungen oder Umbauten lassen sich auf diese Weise leicht und sicher projektieren. Die Tanklagerübersicht bietet eine in mehreren Stufen detaillierbare Online-Sicht auf die aktuellen Zustände des gesamten Tanklagers, einer Tankgruppe oder eines Einzeltanks. Alle wichtigen Parameter (z. B. Füllmenge, Reinigungsstatus, laufender Auftrag) und die aktuell ausgeführten Prozessschritte (z. B. Füllen, Entleeren, Reinigung) werden übersichtlich dargestellt. Wird anhand der Tankstatusanzeige eine Unregelmäßigkeit festgestellt, so kann direkt aus der Übersicht zum Prozessbild auf die Bediendialoge zum betreffenden Tank zugegriffen werden.

Prozesssteuerung mit Materialbezug

Plant iT material, die Systemkomponente für prozessnahes Material-Management, kann direkt aus der Prozesssteuerung heraus angesprochen werden. Über systeminterne Standardfunktionen können transaktionsgenaue Buchungssätze für jede einzelne Materialbewegung praktisch in Echtzeit aus dem laufenden Prozess heraus erzeugt werden. Damit ist eine materialbezogene Prozessführung einschließlich Bestandsführung und – in Kombination mit einer überlagerten Auftragsverwaltung – auch Chargenverfolgung möglich.

Equipment-Module

Zur weiteren Steigerung der Effizienz und Sicherheit automatisierter Prozessabläufe dienen die Equipment-Module. Diese besonderen, technologischen Klassen kapseln prozesstechnische Funktionalität komplexer technischer Einrichtungen oder ganzer Teilanlagen, stellen deren Reproduzierbarkeit sicher und bieten über den klasseneigenen Bediendialog eine einfache und sichere Bedienung komplexer prozesstechnischer Funktionen im Hand- oder Halbautomatikbetrieb.

Equipment-Module sind für die Zusammenarbeit mit Schrittketten optimiert, können aber auch mit allen anderen Klassen eingesetzt werden. Das Spektrum verfügbarer Module reicht von einfachen Anwendungen (z. B. Temperatursteuerung eines Fermenters oder Gärtanks) bis hin zur Funktionskapselung komplexer Einrichtungen (z. B. Hackwerk eines Läuterbottichs) oder kompletter Teilanlagen (z. B. Malztransportsystem).

Zur Verbesserung der Diagnose bietet der Bediendialog eines Equipment-Moduls eine spezielle Online-Übersicht seiner Kommunikation mit den Objekten, die ebenfalls an der Steuerung desselben Prozesses beteiligt sind.



Referenzen
J. Bauer GmbH & Co. KG, Deutschland WARSTEINER Brauerei Haus Cramer KG, Deutschland JUHAYNA, Ägypten KWS SAAT AG, Deutschland Carlsberg Danmark A/S Hilti GmbH Industriegesellschaft für Befestigungstechnik, Deutschland BASF Construction Polymers GmbH, Deutschland FRANKEN BRUNNEN GmbH & Co. KG, Deutschland Heineken Jiashan, China Anheuser Busch InBev, USA Brillux GmbH & Co. KG, Deutschland
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